Südafrika

Südafrika - Politik

Südafrika ist im Kern als parlamentarisches Regierungssystem organisiert und ist in neun Provinzen gegliedert. Der Präsident von Südafrika ist ebenfalls auch der Regierungschef und wird von den Abgeordneten aus der Nationalversammlung gewählt. Die Nationalversammlung bildet, zusammen mit dem Nationalrat der Provinzen, das Parlament von Südafrika. Die Nationalversammlung setzt sich aus 400 Abgeordneten zusammen, die vom Volk gewählt werden. Der Nationalrat der Provinzen setzt sich auch durch je zehn Abgeordnete aus den neun Provinzen zusammen, die teils von den Regierungen der Provinzen entsandt werden, teils von den Provinzparlamenten gewählt werden. Das seit 2002 zulässige Floor crossing ermöglicht es, innerhalb einer bestimmten Periode die Partei zu wechseln und das Mandat zu behalten. Die drei größten Parteien in Südafrika sind die Regierungspartei African National Congress, die Nationale Partei und die Inkatha Freedom Party. Seit dem Ende der Apartheid hat die African National Congress bei allen Wahlen die absolute Mehrheit erreicht.

Die Verfassung von Südafrika ist gestützt auf das so genannte „Bill of Rights“. Es beinhaltet Rechte und Pflichten in politischen, wirtschaftlichen, sozialen und zivilen Fragen. Besonders auf Fragen der Gleichberechtigung von Geschlechtern, Kulturen und Hautfarben wird sich konzentriert.

Das Militär von Südafrika trägt die Bezeichnung South African National Defence Force und stellt 55.000 Berufssoldaten. 1994 wurde die allgemeine Wehrpflicht in Südafrika abgeschafft und das gesamte Militär wurde umstrukturiert. Seit dem besteht das Militär von Südafrika aus den Bereichen Heer, Marine, Luftwaffe und Medizinischer Dienst. Das Militär wird vom Verteidigungsminister geleitet, der vom obersten Kommandant vertreten wird. Der Militärhaushalt liegt bei etwa 3,5 Milliarden US-Dollar im Jahr.